Unser Strafrecht muss grundlegend reformiert werden.

 Das Modell des Gefängnisses scheint noch in diesem Jahrhundert überwunden werden zu können. Dabei werden dem Staat jedoch zugleich neue, umfassende Kontroll- und Überwachungstechnologien zur Verfügung stehen. Vor diesem Horizont stellen sich tiefgreifende juristische, psychologische, kriminologische, ethische und technologische Fragen.

 

Die Deutsche Gesellschaft zur humanen Fortentwicklung des Strafrechts und des Strafvollzugs – Strafe der Zukunft e.V. (DGhFS) will sich diesen übergreifenden Themen und Entwicklungszusammenhängen des Strafrechts und des Strafvollzugs annehmen. Sie versteht sich dabei als Plattform für ein fachübergreifendes, ganzheitliches Nachdenken und Entwickeln der humanen Strafe der Zukunft. Ideen und Argumente verschiedener progressiver Ansätze, etwa aus den Strömungen der Restorative oder Transformative Justice, von Gefängnis - oder Straf - Abolitionismus sollen in der DGhFS zusammengeführt und zusammengedacht werden. Politische, finanzielle und sonstige Interessen, die unser Strafrecht prägen, müssen analysiert und transparent kommuniziert werden. Dabei soll sich die Gesellschaft nicht allein auf die Analyse des Status quo des Strafens in unserer Gesellschaft beschränken, sondern konkret an der Fortentwicklung insbesondere der rechtlichen Grundlagen des Strafens im politischen und juristischen Raum mitwirken.

 

Mit der Überzeugung, dass eine humane Fortentwicklung des Strafrechts die zunehmende gesamtgesellschaftliche Erkenntnis darüber voraussetzt, was mit Strafe erreicht wird und was nicht, sieht sich die DGhFS der Tradition der humanistischen Aufklärung verpflichtet.